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Was ist ERP? Einfach erklärt für kleine Unternehmen

ERP ohne Fachchinesisch: was ein ERP-System leistet, welche Module kleine Unternehmen wirklich brauchen, was es kostet und wie der Umstieg ohne Stillstand gelingt.

Clientlly-TeamAktualisiert 5 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • ERP (Enterprise Resource Planning) ist Software, die Verkauf, Rechnungen, Einkauf, Lager, Buchhaltung und Personaldaten in einer gemeinsamen Datenbank führt.
  • Ein kleines Unternehmen braucht nicht vom ersten Tag an jedes Modul: Meist kommen zuerst Rechnungen, Ausgaben, Kunden und Berichte.
  • Der eigentliche Nutzen: Jede Zahl wird nur einmal erfasst, sodass Rechnungen, Lagerbestand und Buchhaltung immer übereinstimmen.
  • Cloud-ERP für kleine Unternehmen wird monatlich bezahlt und ist in Tagen statt Monaten einsatzbereit.
Auf dieser Seite

ERP (Enterprise Resource Planning) ist Software, die die zentralen Daten eines Unternehmens (Kunden, Verkäufe, Rechnungen, Einkäufe, Lagerbestand, Buchhaltung und Personal) in einer gemeinsamen Datenbank führt. Alle Teams arbeiten mit denselben Zahlen: Eine Rechnung, die Sie versenden, aktualisiert gleichzeitig Umsatz, Lagerbestand und Buchhaltung.

Der Begriff klingt nach etwas, das nur Fabriken und Banken nutzen. In der Praxis betreibt jedes Unternehmen, das Rechnungen schreibt, bei Lieferanten einkauft und Mitarbeiter bezahlt, bereits „Ressourcenplanung“. Die Frage ist nur, ob das in einem System passiert oder in zehn Excel-Tabellen.

Was ERP in einfachen Worten bedeutet

Nehmen wir ein kleines Unternehmen, das Klimaanlagen verkauft und installiert. In einer einzigen Woche passiert dort Folgendes:

  • Ein Kunde erhält ein Angebot und nimmt es an.
  • Die Geräte werden beim Lieferanten bestellt und im Lager eingebucht.
  • Ein Techniker fährt mit dem Firmentransporter zum Kunden und installiert sie.
  • Die Rechnung geht raus, und das Geld kommt herein.
  • Am Monatsende wird das Gehalt des Technikers ausgezahlt.

Ohne ERP liegt jeder Schritt an einem anderen Ort: Angebote in Word, der Lagerbestand in Excel, die Kilometer des Transporters in einem Notizbuch, Rechnungen in einer Rechnungs-App und die Gehälter beim Steuerberater. Jemand muss Zahlen von einem Ort zum nächsten übertragen, und dabei schleichen sich Fehler ein.

Mit ERP wird das angenommene Angebot zur Rechnung, die Rechnung bucht die Geräte aus dem Lager aus, die Zahlung wird der Rechnung zugeordnet, und der Steuerberater sieht alles, ohne nach Dateien fragen zu müssen.

Was ein ERP-System leistet

Ein ERP besteht aus Modulen, die auf dieselben Daten zugreifen. Die meisten kleinen Unternehmen nutzen einige davon:

ModulWas es abdecktBeispiel
Rechnungen und VerkaufAngebote, Rechnungen, Gutschriften, ZahlungenEin angenommenes Angebot mit einem Klick in eine Rechnung umwandeln
Ausgaben und EinkaufLieferantenrechnungen, Belege, BestellungenBeleg scannen, und die MwSt. wird automatisch ausgelesen
LagerBestand je Lager, Meldebestände, BewertungHinweis, sobald ein Artikel unter seinen Mindestbestand fällt
BuchhaltungKontenrahmen, Buchungssätze, MwSt.-BerichteJede Rechnung wird automatisch verbucht
Personal und LohnMitarbeiter, Urlaub, Anwesenheit, LohnabrechnungenUrlaubsanträge per Smartphone genehmigen
FuhrparkFahrzeuge, Kraftstoff, Wartung, VersicherungsverlängerungenErinnerung fünf Tage, bevor die Versicherung eines Transporters abläuft
BerichteUmsatz, Gewinn, Cashflow, offene ForderungenSehen, wer Ihnen Geld schuldet, sortiert nach Tagen im Verzug

Was Clientlly alles abdeckt, sehen Sie auf der Funktionsseite.

ERP oder einzelne Apps?

Viele kleine Unternehmen starten mit einer App pro Aufgabe: einer Rechnungs-App, einer Tabelle für den Lagerbestand, einem separaten Lohnbüro. Das funktioniert, bis das Unternehmen wächst. So schneiden beide Ansätze im Vergleich ab:

Einzelne Apps und TabellenEin ERP
DatenerfassungDerselbe Kunde und dasselbe Produkt an mehreren Stellen eingetipptEinmal erfasst, überall genutzt
BerichteVon Hand aus mehreren Dateien zusammengebautLive, aus einer Datenbank
FehlerCopy-Paste-Fehler zwischen den ToolsZahlen bleiben stimmig
ZugriffDateien auf dem Laptop einer einzigen PersonRollenbasierter Zugriff für das ganze Team
KostenMehrere Abos plus Stunden an HandarbeitEin Abo

Anzeichen, dass Ihr Unternehmen ein ERP braucht

Sie brauchen kein ERP, weil Sie eine bestimmte Größe erreicht haben. Sie brauchen eines, sobald die Handarbeit mehr kostet als die Software. Typische Anzeichen:

  1. Sie tippen denselben Kunden, dasselbe Produkt oder denselben Preis in mehr als ein Tool ein.
  2. Die Frage „Wer schuldet uns Geld?“ zu beantworten dauert länger als ein paar Minuten.
  3. Der Bestand im System stimmt nicht mit dem im Regal überein.
  4. Der Monatsabschluss mit Ihrem Steuerberater kostet Tage, weil erst alle Dateien zusammengesucht werden müssen.
  5. Nur eine Person weiß, wie die Tabellen funktionieren.
  6. Unterwegs sehen Sie weder Umsätze noch Ihre Liquidität.
  7. Sie stellen mehr Leute ein, und Urlaub, Anwesenheit und Lohnabrechnung werden zu einer eigenen Baustelle.

Wenn Ihnen drei oder mehr davon bekannt vorkommen, sind Sie den Tabellen entwachsen. Unser Artikel Excel vs. Unternehmenssoftware geht jedes Anzeichen im Detail durch.

Was ein ERP ein kleines Unternehmen kostet

Hier gibt es zwei sehr unterschiedliche Welten:

  • Klassisches ERP wird von Beratern für große Unternehmen eingeführt. Projekte dauern Monate, und die Einführung kostet oft mehr als die Lizenzen.
  • Cloud-ERP für kleine Unternehmen wird als Monatsabo bezahlt, läuft im Browser und auf dem Smartphone und wird vom Unternehmen selbst in wenigen Tagen eingerichtet.

Achten Sie beim Preisvergleich auf das Gesamtbild: das Abo, wie viele Nutzer enthalten sind, ob Module wie Lager oder Lohn extra kosten und wie viel Zeit die Einrichtung braucht. Die Pläne von Clientlly finden Sie auf der Preisseite, ohne Gebühren pro Rechnung.

ERP auswählen: 8 Fragen, die Sie stellen sollten

  1. Spricht es Ihre Sprache und die Ihrer Kunden? Rechnungen und Angebote sollten in der Sprache verschickt werden, die der Kunde liest.
  2. Kennt es die MwSt.-Sätze, die Währung und die Rechnungsregeln Ihres Landes? Siehe unseren Leitfaden zur Umsatzsteuer in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
  3. Können Sie mit wenigen Modulen starten und später weitere zuschalten, ohne erneut migrieren zu müssen?
  4. Gibt es eine echte mobile App für Freigaben, Ausgaben und den schnellen Blick auf die Umsätze unterwegs?
  5. Können Sie Ihre bestehenden Daten importieren (Kunden, Produkte, Eröffnungssalden), etwa aus Excel oder CSV?
  6. Wie werden Berechtigungen geregelt? Ein Vertriebsmitarbeiter sollte keine Gehälter sehen.
  7. Bekommt Ihr Steuerberater Zugriff, ohne dass Sie jeden Monat Dateien exportieren müssen?
  8. Was passiert mit Ihren Daten, wenn Sie kündigen? Sie sollten sie exportieren können.

Umsteigen, ohne den Betrieb anzuhalten

Der Wechsel zu einem ERP muss kein Großprojekt sein, bei dem alles auf einmal umgestellt wird. Ein einfacher Plan, der für die meisten kleinen Teams funktioniert:

  1. Wählen Sie einen Starttermin, idealerweise den ersten Tag eines Monats oder Quartals.
  2. Importieren Sie Kunden, Lieferanten und Produkte aus Ihren bisherigen Dateien.
  3. Erfassen Sie die Eröffnungssalden: offene Rechnungen, Lagermengen und Bankguthaben.
  4. Stellen Sie ab dem Starttermin alle neuen Rechnungen im neuen System aus.
  5. Behalten Sie die alten Dateien schreibgeschützt als Referenz und schließen Sie den ersten Monat gemeinsam mit Ihrem Steuerberater ab.

Unser Migrationsleitfaden erklärt jeden Schritt und was Sie vorbereiten sollten.

Wo Clientlly ins Spiel kommt

Clientlly ist ein ERP für kleine und mittlere Unternehmen. Rechnungen, Ausgaben, Lager, Buchhaltung, Personal, Anwesenheit, Fuhrpark und Berichte teilen sich eine Datenbank, in acht Sprachen und mit lokalen MwSt.-Sätzen und Währungen. Sie können Clientlly 14 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte.

Häufige Fragen

Ist ERP nur etwas für große Unternehmen?

Nein. Cloud-ERP-Systeme sind für kleine Teams gemacht, werden monatlich bezahlt und lassen sich in wenigen Tagen einrichten. Entscheidend ist, wie viel Handarbeit Ihre bisherigen Tools verursachen, nicht die Größe des Unternehmens.

Was ist der Unterschied zwischen ERP und Buchhaltungssoftware?

Buchhaltungssoftware erfasst die finanzielle Seite: Buchungssätze, MwSt. und Berichte. Ein ERP enthält die Buchhaltung, steuert aber auch die Arbeit, aus der diese Zahlen entstehen, etwa Angebote, Rechnungen, Lager, Einkauf und Personal. So aktualisiert sich die Buchhaltung von selbst.

Wie lange dauert die Einführung eines ERP-Systems?

Für ein kleines Unternehmen mit Cloud-ERP meist nur ein paar Tage: Kunden und Produkte importieren, MwSt. und Rechnungsvorlagen einrichten und das Team einladen. Größere Unternehmen mit vielen Schnittstellen brauchen länger.

Kann ich ein ERP auf dem Smartphone nutzen?

Ja. Moderne ERP-Systeme, auch Clientlly, haben mobile Apps, mit denen Sie Umsätze prüfen, Ausgaben und Urlaub genehmigen, Anwesenheit erfassen und Rechnungen versenden.

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